Austauschprogramm des DFS: Schreinerei Jürgen Delmes pflegt deutsch-französische Freundschaft

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Jedes Jahr organisiert das Deutsch-Französische Sekretariat für den Austausch beruflicher Bildung (DFS) den Austausch von Schülern, Auszubildenden und Berufstätigen zwischen den beiden Nachbarländern. Firmen und Teilnehmer präsentieren sich international, knüpfen Kontakte zu Partnern im europäischen Ausland und profitieren von dem anderen Blickwinkel. Als modernes, kreatives Handwerksunternehmen sind auch wir immer an neuen Ideen, fremden Eindrücken und beruflicher Förderung interessiert. Daher konnten wir uns die Chance nicht entgehen lassen, selbst an dem DFS-Programm teilzunehmen.

Die Vorteile des DFS-Programms – für Arbeitnehmer

Besonders Schüler und Azubis profitieren von dem Perspektivenwechsel. Im Fokus stehen der kulturelle aber auch der fachliche Austausch. Auszubildende sowie Fachschüler und Arbeitnehmer dürfen:

  • wichtige Fremdsprachenkenntnisse erlernen
  • Einblicke in einen internationalen Arbeitsmarkt gewinnen
  • ein neues, kulturelles Umfeld kennenlernen
  • private und berufliche Kontakte für die Zukunft knüpfen
  • alternative Arbeitsabläufe erleben
  • ihren Horizont erweitern und sich inspirieren lassen
  • fachliche Fähigkeiten im Berufsalltag erwerben
Was genau ist das DFS?

Das Deutsch-Französische Sekretariat für den Austausch beruflicher Bildung (DFS) wurde 1980 gemeinsam von der französischen und der deutschen Regierung als Organisationsinstrument für den beruflichen Austausch gegründet, auf den sich beide Länder im selben Jahr verständigt hatten. Die binationale Einrichtung trägt im Französischen lediglich einen angepassten Namen,kurz Secrétariat Franco-Allemand (SFA), ein politisches Pendant gibt es nicht. Aus diesem Grund ist oft auch vom „DFS/SFA“ die Rede, so auch auf der Homepage des Sekretariats. In Deutschland untersteht das DFS dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz.

Die Teilnahme am DFS-Programm wird mit einem Zertifikat und im Europass-Mobilität dokumentiert. So fügen Teilnehmer ihrem Lebenslauf eine wertvolle Erfahrung hinzu, die gleichzeitig überall im Ausland verstanden wird.

 

Die Vorteile des DFS-Programms – für Arbeitgeber

Auch die entsandten Unternehmen sind vollwertige Teilnehmer des DFS-Programm, für die der berufliche Austausch einen absoluten Gewinn darstellt. Die Finanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung schützt die Unternehmen zudem vor ökonomischen Verlusten. Die Vorteile sind umso zahlreicher:

  • kreativer Einfluss von außen
  • Aufbau von internationalen, partnerschaftlichen Beziehungen zu Einrichtungen in Frankreich (Unternehmen können über mehrere Jahre am Austausch mit dem gleichen Partnerunternehmen teilnehmen, mit immer neuen Gruppen)
  • reger Austausch mit Fachkräften aus einem anderen Arbeitsmarkt
  • Zertifizierung des Empfangs und der Betreuung der Auszubildenden, bzw. Schüler durch das Deutsch-Französische Sekretariat für den Austausch beruflicher Bildung
  • Förderung eines international präsenten und weltoffenen Images

 

Deutsch-französischer Schreineraustausch: Das DFS-Programm im Detail

Für uns begann das DFS-Programm schon lange bevor wir einen Azubi aus Frankreich bei uns willkommen heißen durften. Austauschgruppen müssen immer mindestens 8 Teilnehmer umfassen, wir hatten aber nur einen Auszubildenden. In dem Fall erfolgt der Anschluss an eine Partnereinrichtung des DFS-Programms, etwa an ein überbetriebliches Ausbildungszentrum oder eine Kammer wie der IHK.

Jeder Austausch startet dann mit einem Vorbereitungsgespräch. Hier werden primär organisatorische Punkte geklärt, Finanzierung, Ablauf, Unterbringung, aber auch Lernziele abgesteckt und ein Kulturprogramm erarbeitet. Bei einem Erstaustausch nimmt immer ein Delegierter oder eine Delegierte des DFS an diesen Treffen teil.

Der zweite Schritt ist der Spracherwerb. Denn auch wenn es Teil des Austauschprogrammes ist, die Fremdsprachenkenntnisse im beruflichen Alltag zu erwerben, soll für eine rudimentäre Sprachbasis gesorgt werden. Hier bietet das DFS mehrere Möglichkeiten:

 

  • eine individuelle, 40-stündige Vorbereitung vor dem Austausch
  • zwei separate, in beide Austauschphasen integrierte Sprachkurse, bei denen die deutschen und französischen Teilnehmer zusammen unterrichtet werden
  • eine Sprachbegleitung während des gesamten Austauschs

 

Im Herbst 2016 reiste dann unserer Azubis für drei Wochen zu einer französischen Schreinerei. Im Frühjahr dieses Jahres ging ein französischer Auszubildender aus unserem neuen Partnerbetrieb den entgegengesetzten Weg und verbrachte drei Wochen bei uns in der Schreinerei Jürgen Delmes. Durch den zeitversetzten Aufenthalt haben beide die Möglichkeit gehabt, sich kennenzulernen. Angestellte oder Auszubildende zu entsenden, ohne dafür im Gegenzug welche aufzunehmen, ist nicht möglich. Eine Regelung die wir begrüßen, da auch für uns die Arbeit mit dem französischen Azubi eine Bereicherung war.

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